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Was ist Chiptuning?
Chiptuning bedeutet, die Software im Motorsteuergerät Ihres Autos anzupassen. Keine neuen Teile, kein Eingriff am Motor selbst — nur andere Einstellungen in dem Rechner, der ihn steuert.
Wie es funktioniert
Jedes moderne Auto hat ein Motorsteuergerät, auch ECU genannt. Hunderte Male pro Sekunde entscheidet es, wie viel Kraftstoff eingespritzt wird, wann gezündet wird und bei einem Turbomotor, wie viel Ladedruck aufgebaut wird.
Diese Einstellungen stehen in einer Datei. Beim Chiptuning wird diese Datei ausgelesen, angepasst und zurückgeschrieben. Oft geht das über die Diagnosebuchse unter dem Armaturenbrett; bei neueren Autos muss das Steuergerät manchmal geöffnet werden.
Warum überhaupt Spielraum besteht
Ein Hersteller stellt einen Motor nicht auf das Maximum ein. Er lässt Reserve für schlechten Kraftstoff, extreme Temperaturen, überfällige Wartung und Unterschiede zwischen Ländern. Zudem werden dieselben Motoren oft in mehreren Leistungsvarianten verkauft — allein über die Software.
Genau diese Reserve nutzt das Chiptuning. Nicht indem der Motor über seine Grenze gedrückt wird, sondern indem die Abstimmung innerhalb dessen geschärft wird, was die Hardware verträgt.
Was es bringt
In der Praxis merken Sie vor allem mehr Durchzug bei niedrigen Drehzahlen. Das Auto wirkt lebendiger und Sie müssen seltener zurückschalten. Der Unterschied liegt eher im Drehmoment als in der Spitzenleistung.
Wie viel genau, unterscheidet sich stark. Ein Turbodiesel hat in der Regel mehr Spielraum als ein Saugbenziner. Auch der Softwarestand, der Zustand des Motors und der verwendete Kraftstoff spielen mit. Wer einen festen Prozentsatz verspricht, ohne Ihr Auto zu kennen, rät.
Wann es nicht sinnvoll ist
Chiptuning macht aus einem schlechten Auto kein gutes. Ist die Wartung überfällig, undicht der Turbo oder stehen Fehlercodes im Speicher, wird das durch mehr Leistung nur schlimmer.
Auch bei einer verschlissenen Kupplung oder einem Automatikgetriebe mit Schaltproblemen ist mehr Drehmoment nicht das, was Sie wollen. Ein ordentlicher Tuner sieht sich das zuerst an und sagt es, wenn man etwas besser lässt.
Was Sie vorher regeln sollten
Melden Sie die Anpassung Ihrer Versicherung. Tun Sie das nicht, kann der Schutz im Schadensfall entfallen. Fahren Sie ein Leasing- oder finanziertes Fahrzeug, brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers.
- Versicherung informieren
- Bei Leasing oder Finanzierung: Zustimmung des Eigentümers
- Fragen, ob die Originaldatei aufbewahrt wird, und wie lange
- Fragen, ob eine Rückstellung möglich ist und was sie kostet
Neugierig, was für Ihr Auto möglich ist? Geben Sie Ihr Kennzeichen ein, dann rufen wir die Daten ab und sagen Ihnen persönlich, was machbar ist.
